Projekt: 

Sanierung und Umnutzung eines Wasserturms zu Wohnen

Adresse:

Werderscher Damm 5,14471 Potsdam

Projektzeitraum: 

2014-2017

Bauzeitraum:

03/2016 - 04/2017

Leistungsphasen:  

1 - 9

ursprüngliches Baujahr:  

ca. 1910 zusammmen mit dem Alten Kaiserbahnhof

Auszeichnungen:  

nominiert für den Brandenburgischen Baukulturpreis 2019

da!2019 (Auszeichnung der AK Berlin)

Heinze Award 2018

Der Wasserturm diente viele Jahrzehnte den Dampfloks zur Wasserversorgung. Nach Umstellung auf Diesel- und Elektroloks wurde er nicht mehr gebraucht und verfiel immer mehr. Nach langem Leerstand wurde er 2014 vondem deutsch-spanischen Architektenpaar Katrin Wirth und Daniel Alonso González gekauft und die Planung des Umbaus begann.

Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz, jedoch aufgrund seiner Nähe zum UNESCO Weltkulturerbe Park Sanssouci und zum Wildpark unter Umgebungsschutz.

Der gesamte Entwurf ist auf einen behutsamen Umgang mit dem vorhanden Bauwerk ausgelegt. Die runde Form und die Materialität bleiben überall wahrnehmbar. Es entsteht eine offene Wohnlandschaft über mehrere Ebenen, die spannende Blickbeziehungen schafft. Farblich gibt es ein Zusammenspielaus rotem Sichtmauerwerk, Stahlbauteilen in anthrazit und neuen Einbauten in weiß. Jedes Geschoss ist ein eigenes kleines Projekt, denn jede Ebene unterscheidet sich in Raumhöhe, Belichtung, Möblierung, Materialität und Nutzung.

Im Erdgeschoss befindet sich die Küche, welche von einer gemauerten Kuppel überspannt wird. Darüber folgen drei Ebenen mit Schlafbereichen und Bädern. Unter dem ehemaligen Wassertank mit der Stahlkuppel befindet sich der Raum der Turmgeschichte, in welchem man noch die alten Abfüllregler sehen kann. Der Wassertank selbst ist nun das Wohnzimmer, ein großes in die genietete Tankwand geschnittenes Fenster gibt den Blick über den Wildpark frei. Ganz oben auf dem neuen Flachdach befindet sich eine Dachterrasse, über der sich das Stahlskelett des ehemaligen Daches erstreckt. Von außen war der Wasserbehälter ehemals mit Betonplatten verkleidet, welche bereits halb herunter gebrochen waren, diese wurden nun durch eine leichte halbtransparente Verkleidung aus Trapezlochblechen ersetzt.